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Lehmkasein

Gerold Ulrich u. Martin Rauch

Kasein ist ein historisches Bindemittel das zur Fixierung von Malereien, als Kleber oder als Nutzschicht für Böden Verwendung fand. Auch in den Wiener Altbauwohnungen waren Dielenböden vor zwei, drei Jahrzehnten oft noch mit diesem unverwüstlichen Anstrich anzutreffen. Die herausragende Haftung und Härte der Kaseinbeschichtung stellt wenig Ansprüche an den Untergrund und eignet sich daher besonders gut als neuer Anstrich für bestehende Böden.

Das Kasein wird in der Manufaktur von Martin Rauch produziert. Es besteht aus Milcheiweißen und Sumpfkalk. Der Lehm dient als Füllstoff, dazu kommen noch Pigmente und eine abschließende Oberflächenbehandlung mit Öl oder Wachs. Diese natürlichen Rohstoffe können praktisch überall regional produziert werden. Der Lehmkasein ist preisgünstig, gesundheitlich und ökologisch unbedenklichen, ungiftig und außerordentlich dauerhaft. In der kontemporären Architektur scheint der Lehmkasein Boden erst seit einigen Jahren wieder auf. Seine Anwendung bedarf einer Überzeugung seitens der Bauherrschaft, denn als Naturbaustoff kennt er keine Zertifizierung. Referenzen jedoch kann man in Jahrtausende-alten Anwendungen und hoch beanspruchten Flächen in kontemporären Schulbauten finden.


Material
Kasein, Lehm, Pigmente, Öl oder Seife

Eigenschaften
aus einer Lehmrezeptur mit Milchkasein. Milchkasein ist das stärkste natürliche Bindemittel auch zum Verkleben geeignet. Wasserdich, porendicht, sehr belastbar, stellt geringe Ansprüche an den Untergrund. Frei von Konservierungsstoffen, Lösungsmitteln, Schimmel- oder Schädlingsbekämfpung, kompostierbar.

Anwendung
für Wände, Böden, Möbel, auch auf bestehenden Böden und Materialien gut anwendbar

Kontakt
Gerold Ulrich

+43 664 4122604

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